Hochzeit vom Mittelalter in die Neuzeit



Hochzeit und Ehe haben sich in den letzten Jahrtausenden enorm entwickelt. Dabei ist interessant zu betrachten, welche Veränderungen im Laufe der Zeit eingetreten sind und vor allem welche Aspekte die früher bereits eine Rolle spielten, in unserer heutigen Zeit wieder an Bedeutung gewonnen haben. Auffallend hierbei ist immer wieder, dass Männer immer in einer besseren Position waren

Hochzeit und Ehe in Griechenland / Rom

Sowohl die Römer als auch die Griechen empfanden die Ehe als eine wichtige soziale Komponente. Dies ging sogar soweit, dass allein stehende Männer ausgegrenzt und als abnormal betrachtet wurden. Bei den Griechen wurden die meisten Ehen von den Vätern arrangiert, die für ihre Söhne reiche Töchter suchten. In der Regel waren die Beziehungen monogam hinsichtlich weiterer Frauen. Die Männer hatten aber in vielen Fällen noch Beziehungen zu jüngeren Männern. Bei den Römern war die Gesetzeslage etwas komplizierter, es gab verschiedene Formen der Ehe – die sowohl mit einer Zeremonie mit und ohne Zeugen geschlossen wurden.

Hochzeit und Ehe im alten Israel

Im alten Israel ging es vornehmlich darum, den männlichen Namen mit so vielen Nachkommen wie möglich zu erhalten. Erst später wurden die Gesetze und Vorschriften restriktiver und es wurde zu einer monogamen Eheführung übergangen. So wählte der Vater eines Sohnes in der Regel eine Braut aus und vollzog die Ehe, in dem der Vater der Braut einen Brautpreis erhielt.

Hochzeit und Ehe im Mittelalter

Bis in das Mittelalter hinein war die Ehe in erster Linie eine Form der Gabe, sprich der zukünftige Ehemann gab der Familie der Frau einen entsprechenden Betrag, um die Frau heiraten zu dürfen. Dieser so genannte Muntschatz galt in späterer Zeit auch als Sicherheit für die Frau, falls der Ehemann sterben sollte und damit die Frau in solch einem Fall abgesichert ist. So lässt sich festhalten, dass die Ehe zu diesem Zeitpunkt vor allem den Sinn hatte, dass sich zwei Familien sozial und wirtschaftlich verbinden wollten. Daneben gab es noch eine Reihe von weiteren Eheformen. Meist zwischen Freien und Unfreien Personen, bei denen die Rechte und Verpflichtungen erheblich beschnitten waren. Erst nach dem die Kirche ab dem 13. - 14. Jahrhundert Protest gegen diese nicht kirchlichen ehelichen Bindungen eingelegt hatte, nahmen die heidnischen Bindungen ab und wurden durch kirchliche Trauungen ersetzt. So kam es zu dem heutigen Stand, dass eine Ehe nur dann rechtsgültig ist, wenn sie von einem Priester (heute einem Standesbeamten) und mindestens zwei Zeugen (Taufpaten) abgesegnet wurde. Dies führte aber zu dem Problem, dass es neben der katholischen Glaubenslehre auch Protestanten und weitere Glaubensrichtungen gab, die sich mit den Einstellungen der katholischen Kirche nicht einverstanden erklären konnten.

Hochzeit und Ehe bis heute

Daher war es nur eine Frage der Zeit bis der Staat sich diesem Problem widmete und die Ehe auf rechtlich sichere Bahnen lenkte. So wurde festgelegt, dass die Ehe nicht an eine bestimmte Glaubensrichtung gebunden ist und die Beurkundung einer Ehe von einer staatlichen Stelle – dem Standesamt zu erfolgen hat. Zum Ende des 20. Jahrhunderts wurde diese Gesetzgebung weiter angepasst und auch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften, können heute unter bestimmten Voraussetzungen den Bund der Ehe eingehen.







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