Tradition des Brautschleiers und weitere Fakten



Eigentlich handelt es sich beim Brautschleier um eine Tradition, welche mit unseren heutigen Wert- und Moralvorstellungen nicht mehr viel gemein hat. So symbolisierte der Brautschleier in früheren Zeiten die Jungfräulichkeit der Frauen, welche vom Brautvater zur Eheschließung geführt wird. Schon in vergangenen Jahrhunderten hatte der Brautschleier die Farbe weiß, die bekanntlich für Reinheit und Unschuldigkeit steht. In einigen Regionen ist aber auch die Farbe rot, als Farbe für einen Brautschleier durchaus geläufig.

Obwohl in den meisten Fällen die heiratenden Frauen nicht mehr jungfräulich sind, hat sich die Tradition des Brautschleiers fest verankert und kaum eine kirchliche Hochzeit ist ohne einen Schleier denkbar. Je nach Modell des Hochzeitskleides ist entweder schon ein passender Schleier beim Brautkleid dabei, oder der Schleier muss entsprechend zusätzlich käuflich erworben werden. In einigen Familien ist es gar Tradition, dass der Brautschleier von der Mutter zur Tochter vererbt wird, welche den Schleier dann ebenfalls bei ihrer Hochzeit trägt.

Natürlich könnte ein man einen Brauschleier auch selber machen oder zumindest einen Brautschleier individuell nähen lassen. Aber auf der anderen Seite bietet der Fachhandel eine riesige Auswahl an passenden Schleiern, sodass sich dieser Aufwand wirklich nur dann lohnt, wenn wirklich ein sehr außergewöhnlicher Schleier benötigt wird, welcher im Handel in dieser Form nicht erhältlich ist.

Viele werden sicherlich die großen Hochzeiten des Adels im TV im Kopf haben, wenn die Bräute mit sehr langen Schleiern, die oftmals mehrere Meter lang sind zum Traualtar geführt werden. Angeblich soll der längste Brautschleier eine Länge von mehr 2.800 m gehabt haben und fast 1.000 Schleierträger waren notwendig, um die Last tragen zu können.






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